Dr. Lisa Schön

Musikforschung I Journalismus I Workshops

Seit einem Stipendium bei der Akademie Musikjournalismus des Klassikfestivals Heidelberger Frühling schreibe ich regelmäßig musikjournalistische Beiträge. Dazu gehören Interviews, Konzertberichte oder Künstler*innenportraits. Durch das Schreiben vollziehe ich Kompositionsprozesse nach, ergründe, was Musikschaffende antreibt oder frage mich, warum bestimmte Strömungen gerade besonders populär sind. Im Folgenden findet sich eine Auswahl meiner journalistischen Arbeiten.

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Zahlen, Farben, Klangimpulse

Benjamin Attahir wächst in Frankreich auf, ein Teil seiner Familie lebt im Libanon. Während seines Kompositionsstudiums bemerkt er, dass in seiner Musik immer wieder die klanglichen Einflüsse seiner Familiengeschichte zum Vorschein kommen – und geht diesen gezielt nach. Heute verbindet er bewusst westliche und östliche Musiktraditionen. In seinem Cellokonzert «Al Icha», das der Cellist Jean-Guihen Queyras gemeinsam mit dem Musikkollegium Winterthur im Januar aufführen wird, bezieht er sich auf das letzte Gebet im fünfteiligen Zyklus der islamischen Gebetszeiten – und macht damit die Nacht zum Tag.

Erschienen im Magazin des Musikkollegium Winterthur, 01/2026

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«Einmal um die ganze Welt»
Gemma New: Eine Dirigentin von Tradition bis Moderne

Gemma New, Dirigentin und Leiterin des New Zealand Symphony Orchestra, liebt nicht nur die Musik, sondern auch Hunde – das verrät ihr Social-Media-Profil. Im Mai kommt sie für zwei Konzerte nach Winterthur und spielt mit dem Musikkollegium Tschaikowskys «Pathétique» und zwei neue Kompositionen von Vivian Fung und Efraín Oscher. 

Erschienen im Magazin des Musikkollegium Winterthur, 02/2025

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«Kinder sind unsere Zukunft»
Wie Burhan Öçal Klänge und Kulturen vereint

Burhan Öçal ist Perkussionist, Sänger, Komponist, Produzent, Schauspieler und Erzähler. Er spielt in verschiedenen musikalischen Ensembles und gibt mit ihnen Konzerte auf der ganzen Welt. In seiner Musik vereint er Einflüsse aus verschiedenen musikalischen Epochen, Stilen und Kulturen. Dabei ist ihm der verbindende Aspekt, den Musik einnehmen kann, besonders wichtig. Im Februar wird er als Erzähler auf Türkisch zusammen mit dem Musikkollegium Winterthur das Musikmärchen «Peter und der Wolf» von Sergej Prokofieff auf die Bühne bringen.

Erschienen im Magazin des Musikkollegium Winterthur, 01/2025

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Barock statt Eskapismus

Je älter ein Ereignis, desto mehr gerät es in Vergessenheit. Das Gehirn muss aussortieren, denn es hat keine Kapazität, alles gleichermaßen zu erinnern. Also freuen wir uns über Tagebucheinträge, alte Fotoalben und Briefe, die Verblasstes wieder auffrischen. Auch in der Musik gibt es die Faszination des Vergangenen, so werden Epochen betitelt, Stilmerkmale beschrieben und alte Konzerttraditionen wiederbelebt. Gerade das Barockzeitalter erfährt in den letzten Jahrzehnten einen regelrechten Boom. Doch worin liegt die Magie dieser Zeit, die doch kein Mensch der Gegenwart miterlebt hat?

Erschienen im Magazin des Musikkollegium Winterthur, 02/2024

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Erzählen auf Nah und Fern

Im Rahmen des 400-jährigen Jubiläums des Musikkollegium Winterthur soll das Musikmärchen «Peter und der Wolf» bis 2029 in 27 Sprachen veröffentlicht werden. Gerade hat das Projekt mit der Veröffentlichung der ersten eingesprochenen Übersetzungen begonnen, eine davon ist auf Albanisch. Die Jazzsängerin Elina Duni wurde 1981 in Albanien geboren und kam 1992 in die Schweiz. Sie ist die Stimme der albanischen Übersetzung für «Peter und der Wolf». Bereits früh in ihrer Karriere begann sie, sich mit Volksliedern ihrer Heimat auseinanderzusetzen und sie in eigenen Jazzarrangements zu interpretieren. Neben vielen anderen Sprachen hat sie auch mehrere CDs mit albanischen Liedern veröffentlicht.

Erschienen im Magazin des Musikkollegium Winterthur, 01/2023